Presse
10.11.2011, 23:11 Uhr | P. Dewald
Was wird aus dem alten Homberger Gaswerk?
Gaswerk bleibt erhalten - wird aber kein Jugendzentrum
In einem Änderungsantrag zum TOP 6 der StaVo-Sitzung am 10.11.2011 formulierte die Homberger CDU-Fraktion ihre Sichtweise zur Zukunft des alten Homberg Gaswerkes. CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Dewald sprach sich für eine separate Entwicklung eines Jugendzentrums ohne Verquickung mit dem „Alten Gaswerk“, das die CDU-Fraktion als nicht geeignet ansieht.

Der gesamte Redetext ist nachfolgend abgedruckt ...
Der Vorschlag zur zukünftigen Nutzung des Alten Gaswerkes wurde in zwei Sitzungen des Bau-, Planung-, Umwelt und Energieausschusses und einer gemeinsamen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses und des Bau-, Planung-, Umwelt und Energieausschusses ausführlich aber auch zum Teil sehr gegensätzlich diskutiert.
 
Hierbei wurde deutlich, dass sich alle Fraktionen für den Erhalt des Gebäudes „Altes Gaswerk“ aussprechen.
 
Über die Art und den Umfang der Erhaltung / Nutzung des Gaswerkes herrschen jedoch unterschiedliche Ansichten in den Fraktionen.
Die beschlussmäßige Verbindung der Sanierung des Alten Gaswerkes mit der Neukonzeption des Jugendzentrums halten wir allerdings nicht für zielführend, da die Sanierung des Gaswerkes nicht zwingend mit der Neukonzeption eines Jugendzentrums in Verbindung gebracht werden muss.
 
Auf dem Gelände des Alten Gaswerkes wurde bereits eine Teilsanierung vorgenommen. Die durchgeführten Sanierungsarbeiten erlauben die derzeitige Nutzung des Grundstück und des Gebäudes.
 
Eine Fortführung der Nutzungsart ohne weitere Sanierungsmaßnahmen ist somit unter Berücksichtigung der üblichen Unterhaltungskosten möglich.
 
Für den Erwerb der ehemaligen Strassenmeisterei wurde als Gegenfinanzierung die Veräußerung der Flächen auf beiden Seiten des Davidsweges beschlossen.
 
Aus diesem Grund ist die Veräußerung des Alten Gaswerkes voranzutreiben.
 
Ob hierfür weitere Maßnahmen zur Dekontaminierung erforderlich sind, ist noch zu klären.
Bis zum Verkauf kann aus unserer Sicht die Nutzung des Alten Gaswerkes durch die Stadt in der bestehenden Nutzungswertigkeit erfolgen.  
 
Die Nutzung des Alten Gaswerkes als Jugendzentrum kommt für die CDU-Fraktion aufgrund der nicht auszuschließenden gesundheitlichen Restrisiken nicht in Betracht.
Der Schutz der Jugend, die unsere Zukunft darstellt, ist für die CDU-Fraktion nicht nur eine Phrase, sondern hat oberste Priorität.
 
Wir sehen die Notwendigkeit der Zusammenlegung der beiden Jugendzentrum-Standorte in Homberger, damit eine effektive Jugendförderung erfolgen kann.
 
Diese Maßnahme, für die sich die CDU-Fraktion im integrierten Handlungskonzept eingesetzt hat, ist aber nicht zwingend an das Gebäude Altes Gaswerk gebunden.
 
Zur Umsetzung ist die Beantragung von Fördermitteln aus dem Programm „Soziale Stadt“ zu veranlassen, damit über den Förderbescheid auch Klarheit über die Finanzierungsmöglichkeit geschaffen wird.
 
Die Möglichkeiten der Gestaltung müssen dann, nach Vorlage des Förderungsbescheides, geprüft werden und sind in einem umfassenden und schlüssigen Konzept der Stadtverordnetenversammlung darzulegen.
 
Lassen Sie mich abschließend noch einmal zusammenfassen:
 
·       Wir wollen das Alte Gaswerk erhalten.

 
·       Wir wollen ein Jugendzentrum, das sich in Räumlichkeiten befindet, in denen sichergestellt ist, dass keine gesundheitlichen Spätfolgen durch Kontaminierung von Giftstoffen auftreten. Aus unserer Sicht kann das Alte Gaswerk, aufgrund der nicht auszuschließenden Restrisiken, diese Vorgabe nicht erfüllen.

 
·       Wir wollen den Verkauf des „Alten Gaswerkes“. Der Verkauferlös ist zur beschlossenen Finanzierung der alten Straßenmeisterei zu verwenden. Ob hierfür weitere Maßnahmen zur Dekontaminierung erforderlich sind, ist zu klären.
·       Wir wollen, solange sich kein Käufer gefunden hat, dass die Nutzung durch die Stadt in der bestehenden Nutzungswertigkeit erfolgt.
 
·       Wir wollen, dass für die Zusammenführung/Neugestaltung des Jugendzentrums - im Rahmen des Förderungsprogramms „Soziale Stadt“ - ein Antrag auf Förderung gestellt wird.
 
·       Wir wollen, dass die Möglichkeiten zur Gestaltung einesJugendzentrums nach Vorlage des Förderungsbescheides geprüft werden und in einem umfassenden Konzept der Stadtverordnetenversammlung dargelegt werden.
Fazit meiner Ausführungen
 
Neben der Förderung der Jugendarbeit, wollen wir mit den von uns unterbreiteten Vorschlägen Einsparpotenziale nutzen und eine Belastung des Ergebnishaushaltes vermeiden, oder so gering wie möglich halten.
 
Vielen Dank
 
aktualisiert von Peter Dewald, 10.11.2011, 23:20 Uhr
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